Kunstwerk „up & away“ in Hannover gelandetDer Flughafen Hannover verfügt seit kurzem über ein neues Kunstobjekt mit dem Titel „up and away“. Gebaut wurde die dreizehn Meter hohe Stahlspirale allerdings in Waghäusel: Werner Klevenz, der normalerweise Treppenwangen und Handläufe in seinem 18-Mann-Betrieb produziert, setzte die Idee des Erfinders Professor Stefan Schwerdtfeger erfolgreich in die Tat um. Der Architekt, Maler und Bildhauer, der von 1971 bis 1993 als Professor für Experimentelles Gestalten und Modellieren an der Universität Hannover tätig war, hatte schon nicht mehr an die Realisierung seines Entwurfes geglaubt, der Millimeter genaue Arbeit und handwerkliches Fachwissen voraussetzte.
Die Schwierigkeit beim Bau dieses Objektes lag im Verlauf der aufsteigenden Wendel, bei dem immer größere Steigungswinkel gefordert waren, um den Eindruck des Unendlichen zu erreichen. Die gesamte Wendelung beschreibt nun eine Drehung von 945 Grad. Alle 90 Grad wurde der Steigungswinkel mit dem für die gewünschte Parabelform notwendigen Zuschlag verändert, um das menschliche Auge quasi „auszutricksen“. Die 2,8 Tonnen schwere Spirale, die sich vertikal aufschwingt und in eine nach oben gerichtete Gerade übergeht, soll die Bewegung und Dynamik des Fliegens darstellen. So erhielt sie auch ihren Namen „up and away“, der nichts anderes heißt als „Hinauf und Hinweg“. Nach dreimonatiger Bauzeit wurde das Kunstobjekt kürzlich per Tieflader nach Hannover verfrachtet, wo der 51-jährige Unternehmer aus Waghäusel nebst Gattin bei der Übergabe höchstpersönlich vor Ort weilte. „Up and away“ wurde dort vor dem neuen Parkhaus 3 installiert, so dass es gut von allen den Flughafen anreisenden Fluggästen und Besuchern zu sehen sein wird. Das Stahlbetonfundament wird in den nächsten Wochen allerdings noch mit Natursteinplatten aus schwarz-grauem Granit verkleidet werden. Zeitung "Die Neue" aus dem Jahr 1997 |
